Donnerstag, 24. Dezember 2015

Weihnachtswahnsinn

FROHE WEIHNACHTEN!!

Weihnachten gehört abgeschafft. Jedes Jahr wird es schlimmer. Noch mehr Geschenke, noch tolleres Essen, noch schönere Weihnachtskarten, höher, schneller, weiter. Die Kinder stehen seit Wochen unter Strom, die Stadt ist überfüllt, die Menschen hetzen von einem Geschäft ins nächste und kommen bepackt mit riesigen Tüten wieder raus. Ich bin in der Vorweihnachtszeit nur noch gestresst und denke mir "Was für ein Wahnsinn". Nächstes Jahr muss ich mir schon eine Woche vor Weihnachten frei nehmen, um alles zu schaffen, was ich mir vorgenommen habe. Oder wir fahren einfach weg und lassen den ganzen Weihnachtsstress in Deutschland. Eigentlich war Heiligabend immer besinnlich. Die Zeit bis zur Bescherung haben wir für Spaziergänge oder letzte Treffen mit Freunden genutzt. Doch in den letzten Wochen hat ein Termin den nächsten gejagt, so dass der Hausputz auf heute verlegt werden musste. So schrubbe ich also noch kräftig die Böden und habe keine Zeit für die schönen Dinge. Tja, Weihnachtszeitmanagement - Fehlanzeige. Wenigstens bei den Geschenken konnte ich dieses Jahr einen Riegel vorschieben und ergebe mich nicht dem allgemeinen Wahnsinn, dass es immer mehr geben muss. Bei uns gibt es dieses Jahr vor allem praktische Dinge. Zum Beispiel die Koffer, mit denen wir dann nächste Weihnachten verreisen werden!

Montag, 14. Dezember 2015

Sind nur meine Kinder so?

Ich liebe meine Kinder. Sehr sogar. Aber sie sind wirklich Nervensägen. Große Nervensägen. Wenn ich für jedes "MAMA" einen Euro bekommen würde, dann wäre ich innerhalb kürzester Zeit Millionärin. Bin ich aber leider nicht. Schade, denn dann könnte ich mir ne Nanny leisten. Na ja, ich frage mich jedenfalls, warum man jeden Satz mit "Mama" anfangen muss. Kann das Kind denn nicht einfach etwas loswerden, ohne alles mit "Mama" einzuleiten? Und warum kapiert es meine fünfjährige Tochter nicht, dass es reicht, wenn sie mich einmal ruft, ich ihr antworte und sie mich danach nicht noch dreimal rufen muss. Eine alte Frau ist doch kein D-Zug. Da klingelt dann die "MAMA"-Kasse ganz gewaltig. Aber eben leider nicht real. Jedenfalls gehen mir meine Kinder manchmal gewaltig auf die Nerven. Wenn mein Achtjähriger seine kleine Schwester wiedermal piesackt und auch nach der dritten Bitte von mir, dies doch endlich zu unterlassen nicht aufhört, platzt mir eben die Hutschnur. Ich kann es nämlich einfach nicht verstehen, was man an meiner Bitte nicht verstehen kann. Aber so ist Rabensohn eben: Auf dem einem Ohr taub und auf dem anderen hört er leider nichts. Aber Rabentochter steht ihm in nichts nach. Gefühlte einhundertmal habe ich ihr inzwischen erklärt, dass ich auch sehr gerne mit ihr kuschle, dass es mir aber gar nicht gefällt, wenn sie mit voller Wucht auf mich draufspringt. 20 Kilo Lebendgewicht sind kein Pappenstiel. Aber nicht nur die Ohren meiner Kinder funktionieren nicht richtig, auch an den Augen muss irgendetwas sein. Oder wieso passiert es immer wieder, dass ich telefoniere und Kind 1 oder 2 platzt mitten in das Gespräch und quatscht mich von der Seite aus voll. Liebes Kind, siehst du denn das Telefon nicht? Und nein, ich halte mir das Telefon nicht ans Ohr, weil ich kalte Ohren habe. Ich telefoniere! Und ich kann deine dringende unaufschiebbare Frage, warum der Niki von nebenan gestern dreimal hintereinander pupsen musste, jetzt nicht beantworten. Ich sag ja, Nervensägen. Abends ist es besonders schlimm. Das Zubettgehen ist für mich jedes Mal ein Spießrutenlauf, und wenn ein beruflicher Termin winkt, dann versetzte ich Berge, damit ich ihn wahrnehmen kann und nicht die Kinder ins Bett bringen muss. Rabentochter wälzt sich mindestens 30 mal hin und her, bevor sie ihre Schlafposition gefunden hat und Rabensohn hat immer noch eine letzte Frage. Und dann noch eine Letzte. Und jetzt wirklich die Allerletzte. Bevor dann die Allerallerletzte kommt. Wenn das Zubettgehen endlich geschafft ist, fühle ich mich wie nach einem Halbmarathon. Sind eigentlich nur meine Kinder so anstrengend? Ich habe das Gefühl, ja. Was machen andere Eltern anders? Oder sind die anderen Kinder einfach weniger anstrengend? Und warum hat mich eigentlich niemand gewarnt, bevor ich mich dazu entschlossen habe Kinder zu bekommen? Ich dachte immer, Kinder werden erst richtig anstrengend in der Pubertät. Und davor ist alles super. Abends gehen sie brav ins Bett, weil sie vom Tag geschafft sind und tagsüber beschäftigen sie sich und spielen miteinander. Fehlanzeige, am liebsten wäre den beiden Dauerbespaßung durch Animateurin Mama. Aber auch Mama hat mal Feierabend und der ist zum Glück JETZT! Und wenn ich mir die Beiden so betrachte, wie sie eng aneinander gekuschelt in MEINEM Bett liegen, dann sind all die grauen Haare, die ich mir raufe, all die Falten, die ich durch die Beiden bekomme, vergessen. Denn jetzt sehen sie aus wie Engelchen, die kein Wässerchen trüben können. Wie die liebsten Kinder der Welt. Und das sind sie ja auch. Sagen jedenfalls die anderen über sie ;-)