Meine Kinder haben sich
zu richtigen Quasselstrippen entwickelt. Nicht nur, dass sie besonders
wissbegierig und neugierig sind, nein, sie haben auch eine Menge zu erzählen.
Philosophieren, schwadronieren und die kleinen Münder stehen niemals still.
Besonders schwer und fast unerträglich ist die Situation im Auto. Denn da gibt
es keinen Fluchtweg. Kein Essen, was in der Küche zubereitet werden muss, keine
Bettwäsche, die im Schlafzimmer abgezogen werden muss, keine Wäsche, die auf
dem Balkon aufgehängt werden muss. Es gibt nur das Auto und mich und meine
beiden Quasselstrippen. Ich werde bombardiert mit Fragen, mit Erklärungen, mit
Geschichten. Und jeder Satz, aber auch wirklich jeder, wird mit „Mama“
eingeleitet, und erst wenn ich einen Ton von mir gebe, wird losgequasselt.
Sollte ich das Schweigen bevorzugen, wird nachgehakt. Unerbittlich. „Mama,
Mama, ich will dir was erzählen.“ Ja, Kind. Ich sitze doch hier. Sprich. Du
siehst mich doch. Und dann geht es los.... Salvenartig. Unermüdlich. Stundenlang.
Von mir kommt ab und zu ein „Hmm“ oder ein „Aha“ oder ein „Gut“ und manchmal
vielleicht auch ein „Ach, wirklich“. Doch auch Kinder werden größer. Und
klüger. Und fordernder. „Mama, du hörst mir überhaupt nicht zu!“ „Hmmhm“.
Mit meinem Blog möchte ich anderen Müttern Mut machen, dass nicht immer alles perfekt sein muss und dass Rabenmütter definitv besser sind, als ihr Ruf.
Freitag, 15. April 2016
Mittwoch, 24. Februar 2016
So wie du bist!
Lieber Rabensohn,
warum zweifelst du so an dir? Warum bist du oft so wütend auf dich und alle um dich herum? Wer gibt dir das Gefühl, das du nicht "genug" bist? Ich liebe dich, das musst du wissen. Und zwar genau so, wie du bist. Mit all deinen Eigenheiten. Ja, du bist oft jähzornig und dickköpfig, willst immer das letzte Wort haben und rastest aus, wenn du deinen Willen nicht bekommst. Ja und ich gebe zu, das ist schwer für mich. Aber du bist auch ein sensationell toller großer Bruder, ein sehr guter Sportler, hast ein riesengroßes Herz und setzt dich für andere ein. Du bist gut in der Schule, kannst super malen, bist neugierig und wissbegierig. Sei stolz auf dich!! Denn ich bin es. Denk immer daran, was du alles gut machst und nicht daran, was vielleicht gerade mal nicht so toll läuft. Zweifel nicht an dir, denn du bist wirklich ein liebenswerter und toller Junge und ich will keinen anderen Sohn als dich. Und lass dir niemals von jemand anderem, was anderes einreden. Es wird immer jemanden geben, der dich nicht mag und mit dir nicht klarkommt. Weißt du was - Scheiß drauf! Du musst nicht von jedem gemocht werden. Das Wichtigste ist, dass du dich selbst magst! Und ich finde, du bist genau richtig so, wie du bist.
warum zweifelst du so an dir? Warum bist du oft so wütend auf dich und alle um dich herum? Wer gibt dir das Gefühl, das du nicht "genug" bist? Ich liebe dich, das musst du wissen. Und zwar genau so, wie du bist. Mit all deinen Eigenheiten. Ja, du bist oft jähzornig und dickköpfig, willst immer das letzte Wort haben und rastest aus, wenn du deinen Willen nicht bekommst. Ja und ich gebe zu, das ist schwer für mich. Aber du bist auch ein sensationell toller großer Bruder, ein sehr guter Sportler, hast ein riesengroßes Herz und setzt dich für andere ein. Du bist gut in der Schule, kannst super malen, bist neugierig und wissbegierig. Sei stolz auf dich!! Denn ich bin es. Denk immer daran, was du alles gut machst und nicht daran, was vielleicht gerade mal nicht so toll läuft. Zweifel nicht an dir, denn du bist wirklich ein liebenswerter und toller Junge und ich will keinen anderen Sohn als dich. Und lass dir niemals von jemand anderem, was anderes einreden. Es wird immer jemanden geben, der dich nicht mag und mit dir nicht klarkommt. Weißt du was - Scheiß drauf! Du musst nicht von jedem gemocht werden. Das Wichtigste ist, dass du dich selbst magst! Und ich finde, du bist genau richtig so, wie du bist.
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Donnerstag, 24. Dezember 2015
Weihnachtswahnsinn
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| FROHE WEIHNACHTEN!! |
Weihnachten gehört abgeschafft. Jedes Jahr wird es schlimmer. Noch mehr Geschenke, noch tolleres Essen, noch schönere Weihnachtskarten, höher, schneller, weiter. Die Kinder stehen seit Wochen unter Strom, die Stadt ist überfüllt, die Menschen hetzen von einem Geschäft ins nächste und kommen bepackt mit riesigen Tüten wieder raus. Ich bin in der Vorweihnachtszeit nur noch gestresst und denke mir "Was für ein Wahnsinn". Nächstes Jahr muss ich mir schon eine Woche vor Weihnachten frei nehmen, um alles zu schaffen, was ich mir vorgenommen habe. Oder wir fahren einfach weg und lassen den ganzen Weihnachtsstress in Deutschland. Eigentlich war Heiligabend immer besinnlich. Die Zeit bis zur Bescherung haben wir für Spaziergänge oder letzte Treffen mit Freunden genutzt. Doch in den letzten Wochen hat ein Termin den nächsten gejagt, so dass der Hausputz auf heute verlegt werden musste. So schrubbe ich also noch kräftig die Böden und habe keine Zeit für die schönen Dinge. Tja, Weihnachtszeitmanagement - Fehlanzeige. Wenigstens bei den Geschenken konnte ich dieses Jahr einen Riegel vorschieben und ergebe mich nicht dem allgemeinen Wahnsinn, dass es immer mehr geben muss. Bei uns gibt es dieses Jahr vor allem praktische Dinge. Zum Beispiel die Koffer, mit denen wir dann nächste Weihnachten verreisen werden!
Montag, 14. Dezember 2015
Sind nur meine Kinder so?
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Montag, 21. September 2015
Sei wie du bist!
Schon die Kleinsten fangen an, an sich rumzumäkeln. Werbung, die Gesellschaft, die Eltern, andere Kinder - ich weiß nicht, wer den Kleinen ständig einredet sie müssten schlank, klug, sportlich, interessiert an allem, musisch und und und sein. Lassen wir sie doch einfach erst mal Kind sein. Sich ausprobieren, sich ein paar Pfunde anfuttern (natürlich nicht zu viel, denn die Gesundheit soll auf keinen Fall darunter leiden!!), heute Fußball mögen und morgen Ballett. Und ihnen bitte immer das Gefühl geben, dass sie gut sind, so wie sie sind. Denn auch wenn unsere Körper nicht perfekt sind und unsere Talente so unterschiedlich wie Farben, jeder hat doch etwas, was er ganz besonders an sich mag. Und was ihn oder sie einzigartig macht.
Sonntag, 20. September 2015
Notiz am Rande - Rabentochter lernt schreiben
Juhu, Rabentochter ist noch keine Fünf und kann schon lesen und schreiben. Sie fängt jedenfalls damit an und übt kräftig, sodass es von Tag zu Tag besser wird. Natürlich schwillt meine Mutterbrust vor Stolz. Denn Rabentochter bringt sich das Lesen und Schreiben selbst bei und das gar nicht schlecht. Doch muss es denn unbedingt sein, für die Schreibübungen die Zimmerwand zu benutzen? Ich wähnte Rabentochter kuschelig in ihrem Bett sitzend, einer Hörspiel-CD lauschend. Als mich der Ruf: "Mama, komm mal!" aus dem Kinderzimmer erreichte, dachte ich mir natürlich nichts Böses dabei. Stolz präsentierte mir Rabentochter ihr Werk. Sie hatte ihre Zimmerwand mit den Namen ihrer Freunde verziert. Nach dem Ärger über die versaute Wand, kam auch ein klein bisschen der Stolz durch - denn allzu viele Schreibfehler konnte ich nicht entdecken. Dennoch hat Rabentochter jetzt von mir eine Strafarbeit bekommen. Sie muss hundert Mal schreiben: "Ich schreibe nicht auf Wände, Möbel und Türen!" ;-)
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Notiz am Rande - Aufklärung to go
Neulich. Im Urlaub. In einem beschaulichen französischen Fischerdörfchen. Wir schlenderten mit Hunderten anderen Touristen durch die engen Gassen des Städtchens und betrachteten Schaufenster, Promis, Touris und die Auslagen, die angeboten wurden. Da blieb Rabensohn plötzlich vor einer Apotheke vor einem Automaten mit Verhüterlis stehen und fragte: "Mama, was ist denn das?" Nun bin ich leider mit dem angeborenen KNL-Syndrom auf die Welt gekommen. Das Kann-Nicht-Lügen-Syndrom. Und es gab nur eine einzige Antwort, die ich geben konnte: "Das brauchen Männer und Frauen, wenn sie keine Babys bekommen wollen." Ups. Da hatte ich mich selbst in die Bredouille gebracht. Mein achtjähriger Rabensohn weiß zwar schon, wie Babys entstehen. Aber er ist auch fest davon überzeugt, dass Mama und Papa das eben gerade ganze zwei mal gemacht haben. Nämlich um ihn und seine Schwester zu zeugen. Und das war es dann auch schon. Ich befand mich in einer misslichen Lage, denn die Nachfragen kamen natürlich prompt. "Hä, wieso braucht man das, wenn man eigentlich Babys machen will. Das ist doch Quatsch!" Dass es eben auch Lust und Begierde gibt, die dazu führen, dass Mann und Frau miteinander schlafen, dass weiß Rabensohn noch nicht. Geschweige denn, dass er den Ausdruck kennt. Da stand ich nun, mitten im beschaulichen französischen Fischerdorf, umzingelt von allerlei vielsprachigen Touristen und musste meinem Rabensohn erklären, wozu man Präservative benutzt. Mein Hilfe suchender Blick nach Rabenvater wurde von diesem geflissentlich übersehen. Tja, geschah mir recht. Hatte ich mich ja selbst in diese Lage gebracht. Warum konnte ich nicht einfach lügen und sagen, dass ich auch nicht wüsste, wozu dieser Automat gut sein soll. Im Weitergehen, zwischen Franzosen, Italienern, Amerikanern und Deutschen versuchte ich, Rabensohn aufzuklären. Ich bin kein Freund von sehr umständlichen Umschreibungen, die das Kind nachher ratloser zurücklassen als vorher. Also versuchte ich ihm in einfachen Worten zu erklären, wie das so läuft mit Mann und Frau, wenn sie sich lieb haben, miteinander schlafen und dennoch kein Baby wollen. Und das das Präservativ den Samen des Mannes auffängt wie eine Tüte und dann weggeworfen werden kann. Unterbrochen wurde meine Aufklärung to go immer wieder von Touristen, denen wir in den engen Gassen ausweichen mussten. Und irgendwann, bevor ich ans Ende meiner Ausführungen kam, hatte Rabensohn schon das Interesse an dem Automaten verloren und die nächste interessante Sache entdeckt. Meinen puterroten Kopf und die Schweißperlen, die mir den Rücken runterliefen, hatte zum Glück niemand bemerkt.
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